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Hochzeitskleid als Statement

Jeder Mensch hat eine Auffassung vom Leben und seinen eigenen Stil. Diese Auffassung wird oft auch über die Kleidung weiter gegeben. Es gibt jene, die eher romantisch veranlagt sind und die Welt durch eine rosa Brille beobachten, jene, die mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen und jene, die besonders erdverbunden sind und die natürliche Lebensweise bevorzugen. Wenn diese Menschen heiraten, dann passiert es oft, dass sie auch mit der Auswahl ihres Hochzeitskleides an diesem wichtigen Tag im Leben ihren persönlichen Stil preisgeben.

Romantische Gesinnung in Erinnerung an die Zeit von Kaiserin Sisi

Romantische Typen entscheiden sich oft für prächtige Kleider mit vielen Rüschen und weiten Röcken. Die Farbe ist meist weiß. Beim Oberteil wird nicht gespart mit Spitzen und Verzierungen und es muss meist anliegend sein. Ein Schleier darf oft nicht fehlen, wenigstens jedoch ein weißer Blumenschmuck der kunstvoll ins Haar geflochten wird. Pate stand dieser Form von Hochzeitskleid Kaiserin Elisabeth aus Österreich, die mit ihren Roben bei so manchem Ball verzückte. Jede Frau möchte etwas Besonderes an ihrem schönsten Tag und wenn man romantisch veranlagt ist, dann ist dies sicherlich der Stil, den man wählt.

Selbstbewusstsein und Bodenständigkeit – klassische A Linie und das Empire

Selbstbewusste Frauen wählen meist schlichte Linien, die Ihren Körper umschmeicheln. Die bekannteste Linie davon ist das Empire aus der Zeit von Josephine, der Frau von Napoleon Bonaparte. Auch die klassische A-Linie wird gerne von bodenständigen Damen getragen. Diese zwei Modelle umschmeicheln den Körper und werden sowohl in weiß als auch in Champagner-Farbe gerne getragen. Bei beiden wird auch Schlichtheit geachtet. Meist gibt es außer einer edlen Stoffwahl kaum Ausschmückungen am Brautkleid. Eine edle Brosche, eine raffinierte Raffung oder ein farblicher Akzent in Form eines Bandes sind meist das einzige, das dem Kleid das gewisse etwas verleihen. Auch werden eher keine oder nur wenige Accessoires verwendet.

Auch zur Hochzeit sexy – Meerjungfrauenschnitt in allen Längen

Frauen, die sich auch zur Hochzeit sexy und begehrenswert geben, zeigen dies auch mit Ihrer Hochzeitsrobe. Meist wird der Meerjungfrauenschnitt gewählt, bei dem das Kleid bis zu den Knien enganliegend ist und von dort in fantasievolle und reiche Rüschen fließt. Die Farben reichen von Purpurrot bis Weiß. Auch gibt es viele Variationen mit kurzen Rüschen unter den Knien oder mit asymmetrischen, vorne Kurz und nach hinten immer länger, wie eine Schleppe, sodass Frau viel Bein zeigt. Der Ausschnitt lässt oft tiefe Einblicke zu und zu so einem Kleid wird meist ein fantasievoller Haarschmuck getragen.

Naturverbunden und einfach – das naturnahe Blumenkind

Immer mehr Frauen möchten auch an Ihrem Hochzeitstag zeigen, dass sie nichts von Rüschen und teuren Stoffen halten. Sie entscheiden sich meist für einfache Baumwollstoffe, oft sogar geblümte in verträumten einfachen Formen, die an die 60-er Jahre erinnern, und entscheiden sich auch für einfachen Blumenschmuck für das Haar. Auch der Brautstrauß besteht meist aus Gerbera oder Margareten, Blumen, die über große Blüten verfügen. Durch und durch naturnah präsentiert sich die Braut in ihrem Hochzeitskleid.


Brautkleid_Lily Allen

Brautkleid verzweifelt gesucht: Wo ist die Traumrobe von Lily Allen?

Es gibt Menschen, die ständig etwas verlieren. Die Wohnungsschlüssel, das Mobiltelefon – manche Zeitgenossen bringen es sogar fertig, große Gegenstände wie Koffer oder Sporttaschen zu verlieren. Was Lily Allen, Popsängerin und Songwriterin, kürzlich passierte, dürfte dagegen einmalig sein: Ihr maßgeschneidertes Brautkleid, das aus dem Hause Chanel stammt, ist spurlos verschwunden. In der TV-Show “Rock The Look” gestand die 28-jährige, dass sie keine Ahnung hat, wo sich das teure Stück gegenwärtig befindet. Gekostet hat das Brautkleid sage und schreibe 300.000 Franken – so viel wie ein Einfamilienhaus in guter Lage.

Ein Brautkleid von Chanel zu besitzen – dies ist für viele Frauen ein Traum, der unerfüllt bleiben muss. Karl Lagerfeld persönlich hat das Hochzeitskleid entworfen, dass sie beim Sektempfang nach der kirchlichen Trauung getragen hatte. Die Feierlichkeiten fanden in Cranham statt, einem wenig bekannten Stadtteil im Nordosten Londons.

Sollte das Kleid verschwunden bleiben, wäre damit ein Einzelstück verloren, dessen Wert sich in Geld kaum ausdrücken lässt. Viele Frauen bewahren ihr Hochzeitskleid ein Leben lang auf – sogar dann, wenn sie sich irgendwann wieder scheiden lassen. Das gute Stück wird an die nächste Generation weitergegeben oder bei Gelegenheit aus dem Schrank geholt, um sich an längst vergangene Zeiten zu erinnern.

Delphine Manivet lieferte einen “Traum in Weiß”

Bei der Trauung selbst trug Lily Allen ein Brautkleid von Delphine Manivet, einer der angesagtesten französischen Designerinnen. “Ein Traum in Weiß” – so wurde das Kleid von manchen Journalen betitelt. Fließende Stoffbahnen, transparente Puffärmel und ein meisterhaft gearbeitetes Dekolleté – das Stück vereinte alles in sich, was man sich von einem Brautkleid wünschen kann. Vom Stil her erinnerte das Hochzeitskleid ein wenig an die Goldenen Zwanziger: Viel Spitze, ein dichter, bodenlanger Schleier – manche Anwesenden fühlten sich beim Anblick der Braut an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt. Der Eindruck wurde durch eine große Stoffblume an der rechten Seite des Brautkleides vervollständigt.

Zwei Hochzeitskleider: Ideal für diejenigen, die es sich leisten können

Dass bei einer Hochzeit zwei verschiedene Kleider getragen werden, ist in Prominentenkreisen durchaus nicht unüblich. Das eigentliche Brautkleid ist für einen längeren Empfang denkbar ungeeignet, da man ständig Gefahr läuft, den wertvollen Stoff mit Wein oder Speisen zu verschmutzen. Zudem muss man permanent darauf achten, nirgendwo hängen zu bleiben oder abgestellte Gläser umzuwerfen. Aus diesem Grund ziehen sich viele Stars nach der Trauung um und erscheinen in einem zweiten Brautkleid, in dem sie sich ungezwungener bewegen können.


Ungewoehnliche Brautkleider

Ungewöhnliche Brautkleider: Auffallen um jeden Preis

Der schönste Tag des Lebens ist eine gute Möglichkeit, sich selbst in Szene zu setzen. Während manche Frauen ein eher dezentes Brautkleid bevorzugen, wählen andere bewusst den umgekehrten Weg: Sie setzen auf auffällige Schnitte und Stoffe, um die Blicke der Hochzeitsgäste auf sich zu ziehen. Vor allem bei Hochzeiten von Prominenten ist es durchaus üblich, statt eines Standardmodells ein Brautkleid zu wählen, das sich zum Gespräch des Abends entwickelt. Doch auch immer mehr Durchschnittsbürgerinnen haben es satt, sich an Konventionen zu halten und setzen mit ihrem Brautkleid ein Ausrufezeichen.

Weiss mit Pink: Der Tabubruch

Auf einem jungfräulichen Blatt Papier hat ein einzelner Farbklecks eine große Wirkung – ganz gleich, an welcher Stelle er platziert wird. Nach dem gleichen Prinzip integrieren Brautmode-Designer die Farbe Pink in ihre Kreationen und erzielen damit einen Effekt, der beim Betrachter zwiespältige Reaktionen hervorruft. Auf der einen Seite wirkt die Farbe frisch und betont die Weiblichkeit der Braut, andererseits verstößt man mit dieser Farbwahl gegen das ungeschriebene Gesetz, das mehrfarbige Brautkleider verbietet. Vielleicht ist jedoch gerade jetzt die Zeit gekommen, sich von derartigen Dogmen zu befreien und für Neues offen zu sein. Es ist durchaus denkbar, dass künftige Generationen von Frauen ihre Hochzeitskleider unter vollkommen anderen Gesichtspunkten auswählen, als dies heute der Fall ist. Tradition könnte in Zukunft eine weit geringere Rolle spielen als bisher.

Ganz in Rot: Einmal aussehen wie Scarlett O’Hara

Manche Frauen verzichten ganz auf das traditionelle Weiß und entscheiden sich für ein Brautkleid im Scarlett O’Hara-Stil der 40er Jahre. Ein solches Brautkleid hat durchaus seine Vorzüge: Durch die zeitlose Eleganz macht sich das Kleidungsstück auf jedem Foto gut und passt hervorragend zum Anzug des Bräutigams – jedenfalls dann, wenn dieser eine eher konservative Farbe wählt. Zudem lässt sich ein rotes Kleid gut mit Accessoires wie Handtaschen oder einem Hut kombinieren. Am größten ist der Effekt, wenn die Farbe einen Stich ins Scharlachrote hat.

Breeyn McCarney: Mit Maske und Pflanzengrün

Wer es noch auffälliger mag, wird an der neuen Kreation der kanadischen Designerin Breeyn McCarney gefallen finden. Das besagte Brautkleid ist bis zur Hüfte ganz im traditionellen Stil gehalten. Was dann kommt, verschlägt selbst hartgesottenen Hochzeitsgästen die Sprache: Das Oberteil gleicht einer Pflanze mit großen, klar umrissenen Blättern. Die Braut erinnert fast an ein Gemüse, wäre da nicht die Faschingsmaske, die mit einer dünnen Stange am oberen Ende des Kleides befestigt ist. Wer sich für dieses Modell entscheidet, sollte seine Großmutter besser nicht zur Feier einladen – es wäre zu befürchten, dass sie beim Anblick dieses schrillen Brautkleides in Ohnmacht fällt.


Brautkleider_Trends

Brautkleider: Trends für das Jahr 2014

Wie in allen Modebereichen gibt es auch bei den Brautkleidern ständig neue Trends, von denen einige schon nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Einige Entwicklungen sind jedoch von Dauer und werden zu Standardmodellen, die in Brautmodegeschäften von San Francisco bis Peking angeboten werden. Im Folgenden wollen wir einige aktuelle Trends aus der Welt der Brautkleider vorstellen.

Pastelltöne bringen Farbe ins Spiel

Seit Jessica Biel im Jahr 2012 ihren Lebensgefährten Justin Timberlake ehelichte, verkaufen sich Brautkleider in Pastelltönen wie warme Semmeln. Bei ihrer Trauung trug die US-Schauspielerin, die durch ihre Rolle in der TV-Serie “7th heaven” (deutscher Titel: Eine himmlische Familie) bekannt wurde, ein maßgeschneidertes Kleid in einem dezenten Rosé-Ton. Damit bewies sie, dass pastellfarbene Brautkleider voll im Trend liegen. Besonders angesagt ist derzeit die Farbe mintgrün, die noch vor einiger Zeit als hoffnungslos antiquiert galt.

Pastelltöne passen wunderbar in jedes Umfeld und wirken unverbraucht – selbst dann, wenn die Braut nicht mehr ganz so jung ist. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein farbiges Kleid die richtige Wahl ist, findet mit dezenten Aufdrucken in Pastellfarben einen guten Kompromiss. Roben mit entsprechenden Applikationen sind mittlerweile in jedem gut sortierten Brautmodegeschäft erhältlich und sind bei Weitem nicht so teuer, wie man denkt.

Glänzendes Gold: Ein faszinierender Farbton

Es gibt kaum eine Farbe, die edler aussieht als sanft schimmerndes Gold. Bekannte Brautmode-Designer/-innen wie Monique Lhuillier und Ian Stuart nutzen die Wirkung dieser magischen Farbe, um ihre Brautkleider optisch aufzuwerten. Ein solches Kleid hat tatsächlich etwas Zauberhaftes: Die Braut wirkt fast, also ob sie aus einer anderen Welt käme. Dieser Effekt entsteht zum Teil dadurch, dass bei herkömmlicher Kleidung mit der Farbe Gold sehr sparsam umgegangen wird. Ein goldverziertes Sakko wirkt im Alltag protzig und deplatziert. Nicht so bei Brautkleidern: Kombiniert mit Pastelltönen kann man so jeden Saal zum Strahlen bringen.

Ärmellose Kleider geraten immer mehr aus der Mode

Wurden in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich viele ärmellose Brautkleider verkauft, geht der Trend nun hin zu langen und halblangen Ärmeln. Auch leicht angesetzte Ärmel erfreuen sich einer großen Popularität. Besonders anmutig wirken Kleider mit zarten Spitzenärmeln. Der von vielen Frauen bevorzugte “Prinzessin-Look” lässt sich auf diese Weise sehr gut verwirklichen.

Ein großer Vorteil von Brautkleidern mit Ärmeln ist, dass sie die Figur der Trägerin betonen und die Arme hervorheben. Beim Design sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: In den aktuellen Kollektionen der Modedesigner finden sich Ärmel mit Pailletten, Zierperlen, Schmucksteichen und schicken Blumenmustern.